Ferkel mit "gesundem" Fett

Forschern in den USA ist es mit einem Gentrick gelungen, Ferkel mit "gesünderem" Fett zu klonen. Die Schweine tragen ein zusätzliches Gen in ihrem Erbgut, das Omega-3-Fettsäuren produziert, berichten Yifan Dai und Kollegen von der Universität Pittsburgh und von Harvard am Montag in dem US-Fachjournal "Nature Biotechnology".

Demnach verwandelt das von dem Gen "fat-1" produzierte Eiweiß Fettsäuren aus dem Bauchspeck der Ferkel in Omega-3-Fettsäuren. Diese kommen im Allgemeinen vor allem in Fischen und Meerestieren vor. Omega-3-Fettsäuren haben sich als vorteilhaft für Menschen mit chronischen Entzündungen und Herzleiden, Diabetes sowie Arthritis erwiesen. Da die Fischbestände in den Meeren ständig zurück gingen, könnten die gentechnologisch veränderten und geklonten Ferkel eines Tages die Nachfrage nach Omega-3-Fettsäuren decken helfen, schreiben die Forscher.

Noch sind die Ferkel nicht für den menschlichen Konsum frei gegeben. Niemand wisse, wie lange das Extra-Gen aktiv bleibe und die gewünschten Fettsäuren produziere. Außerdem lasse sich der Langzeiteffektiv für die Tiere selbst noch nicht absehen.